Zerstörer-Bayern-Oldies. Die Seite der Bayernfahrer von 1965 bis 1994

Nachlese ZBO-Treffen 2013

 

Nachlese Zerstörer-Bayern-Oldie-Treffen 2013

 

Wie bereits bekannt fand vom 26. bis 28. April 2013 unser traditionelles Treffen in Wilhelmshaven statt. Ich gehe davon aus, das ich im Namen aller Teilnehmer spreche, wenn ich behaupte, das es wieder einmal ein gelungenes, nettes Treffen war bei dem alle Teilnehmer voll auf ihre Kosten kamen.

Am 26. April trafen am Nachmittag nach und nach die Teilnehmer dieser Veranstaltung in Wilhelmshaven ein und mussten feststellen das es hier nicht nur regnete, sondern auch sehr kalt war. Doch dieser Umstand ließ die gute Laune, die alle aus allen Teilen der Bundesrepublik angereisten Kameraden mitbrachten, nicht trüben. Schnell fand man sich auf der Arcona zurecht, belegte seine Kammer, bezog seine Koje und sah zu das man sich schnellst möglich mit den bereits früher eingetroffenen Kameraden zum Einlaufbier im oberen Aufenthaltsraum einfand. Die Begrüßung der Kameraden war herzlich und bei den ersten Gesprächen wurden Neuigkeiten ausgetauscht, kurzum man fühlte sich von Beginn an wie zu Hause. Der Nachmittag verging viel zu schnell und ehe man sich versah wurde pünktlich um 18:30 Uhr das Treffen eröffnet.

Unser geschätzter Kamerad Heinz Bruns übernahm in diesem Jahr die ehrenvolle Aufgabe die Begrüßungsrede zu halten, was er sehr gewissenhaft machte. Er begrüßte nicht nur die teilnehmenden Kameraden und teilweise auch deren Ehefrauen, sondern richtete besondere Grüße an die anwesenden Ehrengäste Frau Harre, die uns an diesem Abend wieder die Ehre gab, den ehemaligen Schmading, Werner Gerull, den anwesenden Bürgermeister der Stadt Wilhelmshaven, Herrn Langen und den Ersten Offizier der Fregatte Bayern, Herrn KKpt. Mirko Wilcken.

In seiner Rede überbrachte Heinz auch die Grüße des Freundeskreises der Fregatte Bayern, dessen Vorstand er angehört.

Im Anschluss an die Begrüßungsrede übernahm der 1. Vorsitzende der Marinekameradschaft von Wilhelmshaven, Herr Jogy Tschöpe, das Wort in dem er alle auf der Arcona recht herzlich willkommen hieß und überbrachte auch gleichzeitig die Grüße der MK - Wilhelmshaven.

Nach seiner Ansprache folgte die Begrüßungsrede des Bürgermeisters von W-haven, Herrn Langen, für den es sichtlich eine Freude war das er zu dieser Veranstaltung von uns eingeladen wurde und der in seiner Rede unter anderem nicht nur die Grüße der Stadt Wilhelmshaven überbrachte sondern besonders hervorhob das diese Stadt ein ganz besonders gutes Verhältnis zu seinen Bürgern in Uniform hat, was alle Anwesenden nur bestätigen konnten. Doch er kam auch nicht mit leeren Händen denn jeder der Anwesenden erhielt eine Anstecknadel der Stadt Wilhelmshaven überreicht, wofür an dieser Stelle ein besonderes Dankeschön angebracht ist.

Als Ehrengast und Abgeordneter der Fregatte Bayern beehrte uns der erste Offizier, Herr KKptn Mirko Wilcken in dem er uns die Grüße seines Schiffes überbrachte und mit einem Lichtbildvortrag über die Aufgaben und Einsätze seines Schiffes im vergangenen Jahr uns an diesem Abend einen Einblick verschaffte.

Im Anschluss an diesen offiziellen Teil der Veranstaltung wurde das Buffet, welche keine Wünsche offen ließ, eröffnet. Bei der Vielzahl an warmen und kalten Speisen dürfte es niemand schwer gefallen sein für sich die richtige Auswahl zu treffen. Die Reichhaltigkeit und Menge an erlesenen Gerichten sorgte für allgemeines Staunen und es war auch nicht verwunderlich das am Abend, obwohl einige Kameraden zur späten Stunde noch einmal kräftig zugriffen, erhebliche Mengen übrig blieben. Die Versorgung mit Getränken war ebenfalls hervorragend gelöst. So brauchte man sich nur an den Tresen begeben und ein Getränk nach Wahl zu ordern welches in einer so genannten Strichliste vermerkt wurde, dem entsprechend wurde kräftig zugelangt, doch trotz allem fiel niemand aus dem Rahmen. Mit fortschreitender Stunde nahm der Geräuschpegel zwar zu bis sich nach und nach der eine oder andere Kamerad zurückzog. Letztendlich kam der Zeitpunkt wo das Werner-Brune-Deck geschlossen wurde. Doch der harte Kern begab sich daraufhin in den ein Deck höher liegenden Aufenthaltsraum um hier noch bis um zwei Uhr weiter zu feiern, bis dann auch die letzten Kameraden ihre Kojen aufsuchten. Es würde zu weit führen über die Gespräche zu berichten die an diesem geselligen Abend geführt wurden, doch sei erwähnt das die gemeinsame Vergangenheit auf unserem allseits geliebten Schiff, dem „Zerstörer Bayern“ mit Sicherheit stets eine herausragende Rolle einnahmen. Besonders erwähnen möchte ich, das im Namen des „Freundeskreises des Zerstörer-Bayern“ durch die „Marinekameradschaft Nierstein – Oppenheim“ ein Weinpräsent überbracht wurde, dessen Überbringer unser Kamerad Karl-Heinz Friedrich war. Unseren Ehrengästen wurde bei passender Gelegenheit jeweils ein Präsent in Form einer Flasche Wein überreicht, die über diese Geste sichtlich erstaunt und gerührt waren.

Leider wurde unsere Zusammenkunft dieses Mal von einem Zwischenfall überschattet. In der Nacht vom Freitag auf Samstag erlitt unser Kamerad Ingo Brinkmann in den frühen Morgenstunden einen Unfall bei dem er sich sichtlich verletzte und von ein paar Kameraden ins Krankenhaus gebracht werden musste. Hier stellte man nach eingehender Untersuchung fest das wohl keine schwereren Verletzungen vorlagen. Für all diejenigen die bislang nicht wissen was wirklich geschehen ist sei gesagt, das er in einer der oberen Kojen lag. Da er wohl ursprünglich die Leiter übersah versuchte er über den Heizkörper aus der Koje zu steigen. Um ihm den Ausstieg zu erleichtern hatte sein Mitbewohner ihm noch am Abend zuvor einen Stuhl bereit gestellt, doch auch diesen hat er übersehen und ist mit voller Wucht mit dem Gesicht aus der Koje auf den Heizkörper gefallen. Schon am Samstag Nachmittag traf die Nachricht ein das er zu Hause angekommen und soweit alles in Ordnung sei.

Für den Samstag Morgen war ab 08:00 Uhr Frühstücken auf der Arcona angesagt, denn um 10:45 Uhr wollten wir uns am Helgolandkai treffen da eine Hafenrundfahrt vorgesehen war. Bei dieser Fahrt konnte man feststellen das sich seit unserer Marinezeit und heute eine Menge getan hat. Der Kapitän bemühte sich uns möglichst viele Eindrücke zu vermitteln indem er auch die in der 4. Einfahrt liegenden Marineschiffe beim Namen nannte. Der für viele Milliarden fertig gestellte Jade-Weser-Port, der speziell für die großen Containerschiffe ausgelegt ist, bot an diesem Tag ein eher trauriges Bild. Doch die Hoffnung in der Zukunft mehr Aufträge an Land zu ziehen wurde noch nicht aufgegeben, was bei zunehmender Größe der Schiffe nicht von der Hand zu weisen ist. Nach der Rückkehr ging es zu Fuß zum Marinemuseum wo wir an diesem Tag um 13:00 Uhr einen Fototermin mit dem Pressefotografen der W-havener Zeitung hatten. Als Hintergrund diente die alte Schiffsschraube des Zerstörer Bayern. 

 

Als nächstes stand „Freies Manöver“ auf dem Programm und dies führte schließlich dazu das jeder für sich entscheiden konnte was er unternehmen wollte. Doch immer wieder musste man feststellen das es die meisten Kameraden in die City zog. Man traf sich im Einkaufscenter am Bahnhof, oder in den Restaurants und ein paar ganz hart gesottene begaben sich in die Kogge wo man einen schönen Nachmittag verbrachte. Diese Gaststätte gehörte zur aktiven Zeit zum festen Bestandteil einiger Kameraden und es besteht immer wieder ein gewisser Drang dort einzukehren um alte Erinnerungen aufzufrischen. Noch ehe man sich versah rückte die Zeit immer näher zu der wir uns an Bord der Arcona wieder einfinden sollten denn für 18:00 Uhr war das Abendessen eingeplant. An diesem Abend richtete der ehemalige I AO des Zerstörer Bayern, Herr Langheld ein paar Grußworte an die Anwesenden. Im Anschluss konnte man sich am reichhaltigen Fisch-Buffet bedienen und mit seinen Kameraden über alte Zeiten plaudern und hier und da hatten einige auch ein paar Bilder oder gar Alben mitgebracht. „Kennst du noch diesen oder jenen“, „kannst du dich noch an den erinnern,“ oder auch „der lebt auch schon lange nicht mehr,“ dies hörte man immer wieder bei den Gesprächen. Die Geselligkeit stand erneut im Vordergrund wobei auch das eine oder andere Gläschen dazu beitrug. Zur fortgeschrittener Stunde lichteten sich die Reihen bis um Mitternacht das Service-Personal darum bat das man das Werner-Brune-Deck räumen solle, als Alternative stand der Fernsehraum ein Deck darüber zur weiteren Verfügung, doch es wurde jedoch allgemein vorgezogen die Koje aufzusuchen.

Eins, zwei, drei war die Nacht vorüber und die Heimreise stand unmittelbar bevor. Ab 08:00 Uhr füllte sich nach und nach der Frühstücksraum und die ersten Kameraden verabschiedeten sich schon kurz danach. Noch ehe man sich versah war das Schiff geräumt. In vielen Gesprächen hörte man was dieses Treffen anbelangte allgemein nur Positives. Dafür sei den Kameraden Rüdiger Bernoteit und Gerd Leder recht herzlich gedankt, denn ohne deren hervorragende Organisation würde es wohl kaum ein Treffen geben. Danke auch an alle Teilnehmer für die Bereitschaft zu kommen ohne die das Treffen ohnehin nicht zustande gekommen wäre.

 

Euer Pressesprecher

Günter Hurst