Zerstörer-Bayern-Oldies. Die Seite der Bayernfahrer von 1965 bis 1994

Besuch MK Heusweiler

Zum 70zigsten Geburtstag unseres Kameraden, Nikolaus Albers, war eine Abordnung der Zerstörer Bayern Oldies bei der MK Heusweiler eingeladen.

Die Begrüßungsrede hielt unser Kamerad Horst Zimmermann.

Lieber Nikolaus,
liebe Kameraden der MK Heusweiler,
verehrte Damen und Herren.

Zunächst möchte ich mich auch im Namen meiner Kameraden bei Euch für diese Einladung in euer schmuckes Vereinsheim bedanken. Ihr habt es uns erst ermöglicht, unserem Kameraden und Freund Nikolaus zu seinem 70. Geburtstag zu gratulieren.

Als kleines Dankeschön an die Mitglieder der MK Heusweiler überreichen wir diese Seekarte. Sie trägt die Überschrift "Zerstörer Bayern - 20 Jahre für den Frieden".

Bevor wir zur Hauptsache, nämlich der Gratulation kommen, darf ich uns kurz vorstellen.
Von Nord nach Süd:
-Wolfgang Heimann, Bremerhaven
-Rüdiger Bernoteit, Lehrte bei Hannover
-Horst Zimmermann, Hattingen a.d. Ruhr
-Richard Kämpf, Solingen
-Gerd Leder, Kölle
-Hans Schikora, Augsburg, und gleichzeitig Organisator
-es fehlte wegen Krankheit Klaus Schultze, Neuhof b. Fulda

Nun mein lieber Nikolaus, wir, deine Kameraden und Freunde, sind aus ganz Deutschland angereist, um dir ganz herzlich zum 70. Geburtstag zu gratulieren und dir viel Optimismus und Zuversicht wünschen.
Bald hätten wir dich ja garnicht kennengelernt!
Der 1.1.1957 war ein großer Tag für das Saarland, für die BRD auch für die deutsche Flotte.
An diesem Tag, wem sage ich das, trat das Saarabkommen in Kraft und das Saarland gehörte wieder zu Deutschland.
Wäre das anders gelaufen, wärst du sicherlich auch bei der Marine gelandet aber eben mit Stützpunkten in Brest oder Marseille.
Das passierte nicht und so haben wir uns vor 50 Jahren in Eckernförde kennen gelernt. Es folgten Grundausbildung, Besuch der Fernmeldeschule und schließlich zum 1.1.1968 das Bordkommando auf die "Bayern", dem damaligen Flaggschiff der Bundesmarine.

Kurz unsere wichtigsten Reisen mit dem Schiff:
-zunächst 2 Monate Werftliegezeit bei Blohm & Voss in Hamburg, wenige Meter von der Reeperbahn, eine wilde Zeit.
-Reise nach Teneriffa und Madeira
-25 Jahre Nato in Portsmouth. Die Queen winkte uns zu oder vielleicht auch anders herum.
-Stockholm, der erste Besuch eines deutschen Kriegsschiffes nach dem Krieg. Begleitet von Protesten.
-Kieler Woche, als Flaggschiff
-zig Manöver in Nord- und Ostsee

Insgesamt waren das etwa 270 Seetage und mehr als 20.000 gedampfte Meilen.

Während all dieser Fahrten haben wir dich als echten Kameraden und Freund erlebt. Immer bescheiden, manchmal stur und ein exellenter Signalgast, natürlich auch bei jeder Feier an Bord dabei- und es wurde oft und wild gefeiert.
Wie sehr wir alle dich ins Herz geschlossen haben, magst du daran erkennen, daß wir heute in dieser Stärke hier eingelaufen sind.
Als Geburtstagsgeschenk haben wir dir eine Rarität mitgebracht.
Es ist die Steuerbordlampe der Bayern, die Gerd Leder aus dem Nachlass unseres Kommandanten, Heinz Harre, bekam und hier zur Verfügung stellt.
Laßt unser Glas erheben und auf das Wohl unseres Kameraden Nikolaus anstossen.
Ein kräftiges 3fach "HURRA"





Nachlese von Horst Zimmermann, der die Gedanken und bewegten Herzen in diese passenden Worte gekleidet hat.
Liebe "Bayernkameraden"
 
ein tolles Wochenende, an das wir uns sicherlich lange erinnern werden, liegt hinter uns.
Ich hoffe, daß ihr alle gesund und voll mit schönen Erinnerungen eure Heimathäfen erreicht habt.
Sicherlich seit ihr von einem Blasorchester empfangen worden. 
 
Warum war dieses Wochenende so unvergleichlich? Diese Frage habe ich mir nun
schon wiederholt gestellt.
 
Der Hauptgrund lag sicherlich darin begründet, daß die Kameraden der MK Heusweiler
eine perfekte Organisation hingelegt haben, dabei aber nie von ihrer naürlichen
Herzlichkeit, die es nur unter Seeleuten gibt, abgerückt sind.
Wir sind, wie schon zu anderen Gelegenheit, als echte Mannschaft aufgetreten und
jeder Einzelne hat seine Rolle und seine Person ganz in den Dienst der Gruppe
und Mannschaft gestellt.
Ich denke wir können auf unser gemeinsames Auftreten stolz sein.
Bravo-Zulo an uns selbst.